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Handlung in drei Aufzügen
In deinen Armen dir geweiht, urheilig Erbarmen, von Erwachens Not befreit!
Auf den ersten Blick ist es eine klassische Ehebruchsgeschichte: Tristan liebt Isolde, Isolde liebt Tristan, doch Isolde ist die Frau von Tristans Lehnsherrn und Onkel König Marke. In Richard Wagners Version der mittelalterlichen Liebesgeschichte kämpfen die Figuren jedoch weniger mit den äußeren Gegebenheiten, vielmehr wird der Konflikt tief in ihr Inneres verlegt. Erst als beide überzeugt sind, daß sie sterben werden, sind Tristan und Isolde bereit, sich selbst und einander ihre Liebe einzugestehen. Von den ersten Takten des Vorspiels an sind unstillbare Liebessehnsucht und grenzenloses Todesverlangen musikalisch untrennbar verwoben; erst im berühmten „Liebestod“ löst sich die über drei Aufzüge aufgestaute harmonische Spannung. An der Schwelle zur musikalischen Moderne wird Tristan und Isolde so zur Tragödie der Liebe. Generalmusikdirektor Stefan Solyom und Opern- direktor Karsten Wiegand bestreiten mit diesem Schlüsselwerk des Repertoires ihre erste gemeinsame Produktion im großen haus. Als Isolde debütiert Ensemblemitglied Catherine Foster, die am DNT zuletzt als Brünnhilde, Turandot und Elektra große Erfolge feierte und inzwischen zu den wichtigsten aufstrebenden Sängerinnen im hochdramatischen Fach gezählt wird. Als Tristan konnte das DNT den international renommierten Tenor Franco Farina gewinnen, der sich nach großen Erfolgen in zentralen Partien des italienischen Repertoires wie Calaf, Radamès, Otello und Don Alvaro an den Staatsopern in Wien, Hamburg und Berlin, der Metropolitan Opera New York und der Opéra Bastille in Paris nun in Weimar erstmals dem Wagnerfach widmet.
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