William Shakespeare


03.04.1564 - 03.05.1616
Beschreibung Premieren Stücktexte

Beschreibung

Frühe Jahre

Shakespeares genaues Geburtsdatum ist nicht überliefert. Er wurde laut Kirchenregister der Holy Trinity Church in Stratford-upon-Avon, Warwickshire, am 26. April 1564 getauft. Seit dem 18. Jahrhundert wird der 23. April oft als sein Geburtstag genannt, doch ist diese Angabe nicht gesichert und geht letztlich wohl nur darauf zurück, dass Shakespeare am gleichen Tag des Jahres 1616 (23. April) verstorben ist. Bisweilen wird der 23. April als Shakespeares angeblicher Geburtstag auch mit der Behauptung untermauert, dass man im elisabethanischen England Kinder drei Tage nach ihrer Geburt getauft habe; tatsächlich hat es jedoch einen solchen Dreitages-Taufbrauch damals nicht gegeben.

William Shakespeares Eltern waren John Shakespeare und Mary Arden; seine Mutter entstammte einer wohlhabenden Familie. Wahrscheinlich hat er die Lateinschule (Grammar school) in Stratford-upon-Avon besucht und dort Unterricht in Latein, Griechisch, Geschichte, Morallehre und Dichtkunst erhalten.

Im Alter von 18 Jahren heiratete er die acht Jahre ältere Bauerntochter Anne Hathaway. Das genaue Datum der Hochzeit ist nicht bekannt, das Aufgebot („marriage license report“) wurde am 27. November bestellt. Etwa sechs Monate nach der Eheschließung wurde seine Tochter Susanna geboren (Taufeintrag 26. Mai 1583). Knapp zwei Jahre später kamen Zwillinge, der Sohn Hamnet und die Tochter Judith, zur Welt (Taufeintrag 2. Februar 1585); Hamnet starb 1596 im Alter von nur elf Jahren (Begräbnis 11. August 1596; Todesursache unbekannt). Aus dem Jahr 1598 ist ein Brief erhalten, in dem ein gewisser Richard Quiney bei Shakespeare um ein Darlehen von 30 Pfund bat. 18 Jahre später, am 10. Februar 1616, heiratete William Shakespeares Tochter Judith dessen Sohn Thomas Quiney.


Die verlorenen Jahre

Über die etwa acht Jahre 1584/85 bis 1592, die in der Shakespeare-Forschung als „verlorene Jahre“ bezeichnet werden, ist wenig bekannt. Mangels ausreichender Quellen sind umso mehr Legenden entstanden, die sich zum Teil auf von Zeitgenossen überlieferte Anekdoten zurückführen lassen.

Das erste schriftliche Dokument, das belegt, dass Shakespeare sich in London aufhielt, stammt von dem Dichter Robert Greene, der ihn 1592 in einem Pamphlet als Emporkömmling diffamierte, der sich Dinge anmaßte, die ihm nicht zustünden, da er ja nicht wie die angesehenen Dichter seiner Zeit seine Kunst an der Universität gelernt habe: „There is an upstart crow, beautified with our feathers, that with his tygers heart wrapt in a Players hide supposes he is as well able to bombast out a blank verse as the best of you; and, being an absolute Johannes Factotum, is in his own conceit the only Shake-scene in a country“. (Denn es gibt eine emporgekommene Krähe, fein herausgeputzt mit unseren Federn, die mit ihrem Tigerherz, in einem Schauspielergewand versteckt, meint, Blankverse ausschütten zu können wie die Besten von euch; und als ein absoluter Hans-Dampf-in-allen-Gassen kommt er sich als der einzige Theater-Erschütterer im Land vor). Der Ausdruck Shake-Scene ist dabei offensichtlich ein Wortspiel mit dem Namen Shakespeare.

Dieses Pamphlet wurde nach dem Tode Greenes veröffentlicht, und der Herausgeber fügte gleich eine Entschuldigung bei, woraus man schließen kann, dass Shakespeare bereits bekannt, vielleicht sogar populär war und einflussreiche Gönner hatte. Er war zu dieser Zeit bereits Mitglied der Truppe Lord Strange’s Men, die sich ab 1594 Lord Chamberlain's Men nannte; Shakespeares Schauspieltruppe war eine der führenden des elisabethanischen London. Kurz nach seiner Thronbesteigung machte Jakob I. sie als King’s Men zu seiner eigenen.


Stückeschreiber und Schauspieler

Shakespeare arbeitete als Schauspieler in kleineren Rollen und schrieb Schauspiele für seine Theatertruppe, an der er Teilhaber war. Seine Stücke waren offensichtlich sehr erfolgreich, wie die Tagebuchaufzeichnungen des Theaterunternehmers Philip Henslowe belegen.

Shakespeare war allerdings nur einer von etlichen elisabethanischen Stückeschreibern; sein größter Konkurrent war zunächst Christopher Marlowe, später Ben Jonson. Es war durchaus üblich, ältere Stücke umzuschreiben und wieder neu aufzuführen; Shakespeares Hamlet ist vermutlich eine Adaption eines älteren Stückes, des so genannten Ur-Hamlet. Oder man verarbeitete Sagen und Märchen zu Dramen, wie etwa König Lear. Stücke entstanden auch nach gedruckten Quellen, etwa italienischen Novellensammlungen oder Chroniken. Eine ebenfalls gängige Methode war, von erfolgreichen Stücken Fortsetzungen zu schreiben. So war die Figur des Falstaff in Heinrich IV. so populär, dass ihn Shakespeare in Die lustigen Weiber von Windsor wieder aufleben ließ.


Dichter und Geschäftsmann

Shakespeare war mehr als nur ein Stückeschreiber. Er versuchte sich (vermutlich als die Theater Londons wegen der Pest-Epidemien zeitweise schließen mussten) auch im eigentlichen Medium der Dichter jener Zeit, im epischen Gedicht und in der Lyrik, was seinen Ruhm bei seinen Zeitgenossen begründete. Er schrieb 1593 die zwei Verserzählungen Venus and Adonis und Lucrece, die er seinem adeligen Gönner Henry Wriothesley, Earl of Southampton, zueignete. Auch ein Zyklus von 154 Sonetten erschien 1609. Diese Arbeit umgeben zahlreiche Geheimnisse schon außerhalb des Textes, weil nicht klar ist, wer in einem kurzen Verleger-Vorspann, der meist als „Widmung“ gelesen wird, mit „the only begetter“ und „Mr. W.H.“ gemeint ist. Vielleicht handelt es sich bei dieser Sonetten-Publikation auch um einen Raubdruck.

Ab 1599 war Shakespeare Mitbesitzer des Londoner Globe Theatre, das seine Truppe als Nachfolger für das Theatre baute, als der Pachtvertrag ausgelaufen war. Die Lord Chamberlain’s Men benannten sich nach ihrem Mäzen und Sponsor, dem Lord Chamberlain, und sie waren auch am Hof der Königin Elisabeth gern gesehen. Später, unter Elisabeths Nachfolger Jakob I., durften sie sich sogar nach dem königlichen Gönner King’s Men nennen.

Als Schauspieler, Stückeschreiber, vor allem aber als kaufmännischer Teilhaber des Globe erwarb sich Shakespeare Vermögen und Einfluss. 1596 wurde seinem Vater John Shakespeare ein Familienwappen gewährt,[7][8] das er schon 1576 erfolglos beantragt hatte. 1597 kaufte Shakespeare sich das zweitgrößte Haus in seiner Geburtsstadt Stratford, New Place.

1596 erwarb der Theaterunternehmer James Burbage das Blackfriars Theatre, an dem sich später auch Shakespeare beteiligte, ein im Gegensatz zum Globe überdachtes Theater, in dem seine Truppe von nun an während der Wintermonate spielte. Das Publikum dort war exklusiver als in den großen Freiluftbühnen.


Die letzten Jahre

Mit 46 Jahren kehrte Shakespeare als reicher Mann nach Stratford zurück, und verbrachte dort seine letzten Lebensjahre, wobei er die Verbindungen zu seinen ehemaligen Kollegen nicht ganz abreißen ließ und bei einigen Theaterproduktionen als Mitautor beteiligt war. So sind für die Folgejahre mehrere Besuche in London dokumentiert, die meist familiäre und freundschaftliche Anlässe hatten.

Shakespeare starb im Alter von 52 Jahren im Jahr 1616 in Stratford und wurde in der Holy Trinity Church beigesetzt. Auf der Steinplatte, die sein Grab markiert, steht folgende Inschrift:

GOOD FREND FOR JESUS SAKE FORBEARE,
TO DIGG THE DVST ENCLOASED HEARE.
BLESTE BE THE MAN THAT SPARES THES STONES,
AND CVRST BE HE THAT MOVES MY BONES


(Guter Freund, im Namen Jesu grabe nicht

den Staub auf, der hier eingeschlossen ist.
Gesegnet sei derjenige, der diese Steine achtet,
und verflucht der, der meine Gebeine bewegt.)

Vermutlich kurz nach Shakespeares Tod wurde in der Seitenwand der Kirche eine Gedenkbüste mit einer lateinischen Inschrift von einer bis heute unbekannten Personen errichtet.

Shakespeares ehemalige Theaterkollegen John Heminges und Henry Condell veröffentlichten seine Werke unter dem Titel Mr William Shakespeare’s Comedies, Histories and Tragedies in einem großformatigen Buch, First Folio, der erste Versuch einer Gesamtausgabe, in der allerdings nur Shakespeares Theaterwerke veröffentlicht wurden. Die Folio-Edition enthält 36 Dramen, darunter 18 zuvor unpublizierte, ein Vorwort sowie ein Lobgedicht Ben Jonsons, in dem es heißt:

Triumph my Britain, thou hast one to show
To whom all scenes of Europe homage owe.
He was not of an age, but for all time! …


(Triumphiere, mein Britannien, du hast einen (Menschen) vorzuzeigen,
dem alle Bühnen Europas huldigen,
er war nicht für eine Ära, sondern für alle Zeiten! …)

Shakespeares Todesursache ist nicht unmittelbar bekannt. Etwa 50 Jahre nach Shakespeares Tod notierte jedoch John Ward, Vikar der Holy Trinity Church in Stratford, in seinem Tagebuch: „Shakespeare, Drayton und Ben Jonson hatten ein fröhliches Zusammentreffen und tranken dabei anscheinend zu viel; denn Shakespeare starb an einem Fieber, das er sich dabei zugezogen hatte.“ Diese Nachricht wird heute meist als unverbürgte Anekdote eingeschätzt; ihr wahrer Kern könnte jedoch darin liegen, dass in Shakespeares Todesjahr eine Typhus-Epidemie grassierte, so dass der Dichter dieser Krankheit zum Opfer gefallen sein könnte.

 

Quelle: wikipedia.org


Premieren

Künftige Premierenaufklappen


Premieren

Kulturzeit 2011/2012aufklappen Kulturzeit 2010/2011aufklappen
hamlet
Theater Dortmund: 30.04.2011, Opernhaus
DER STURM
Theater Trier: 12.02.2011, Großes Haus
HAMLET
Theater Ulm: 27.01.2011, Großes Haus
MACBETH
Theater Trier: 26.09.2010, Großes Haus

Kulturzeit 2009/2010aufklappen
Macbeth
THEATER ERFURT: 04.02.2010, Großes Haus
Othello
Burgtheater: 22.01.2010, Akademietheater
MACBETH
Kulturinsel Halle: 16.01.2010, Saal
Richard II.
Burgtheater: 09.01.2010, Burgtheater
Kiss me, Kate
Oper Köln: 30.12.2009, Opernhaus

Kulturzeit 2008/2009aufklappen
Macbeth
Burgtheater: 19.12.2008, Akademietheater
HAMLET
Stuttgarter Ballett: 03.10.2008, Opernhaus

Kulturzeit 2007/2008aufklappen
MACBETH
Theater Ulm: 22.11.2007, Großes Haus
KÖNIG LEAR
Theater Dortmund: 05.10.2007, Studio

Kulturzeit 2006/2007aufklappen Kulturzeit 1996/1997aufklappen
Hamlet
Marc Schnittger: 1997, TraumGmbH

Stücktexte

Coriolanus (The Tragedy of Coriolanus)
Cymbeline (Cymbeline, King of Britain)
Ein Wintermärchen (The Winter's Tale)
König Johann (The Life and Death of King John)
Macbeth (The Tragedy of Macbeth)
 
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