Ein Sturm spült Antonio, den Herzog von Mailand, und sein Gefolge auf eine einsame Insel. Dort begegnet er seinem einst von ihm aus dem Amt vertriebenen und auf die Insel verbannten Bruder Prospero wieder. Dieser hat den Sturm inszeniert, der die Gestrandeten in seine Gewalt bringen und ihm die Rückkehr an die Macht ermöglichen soll. Prospero hat sich die Naturkräfte der Insel und deren Eingeborene untertan gemacht. Caliban, der einstige Herrscher der Insel, wie auch Ariel, Prosperos dienstbarer Geist, leiden unter dem neuen Regime. Während Ariel dem Freiheitsversprechen Prosperos glaubt, findet Caliban unter den auf der Insel Gestrandeten Verbündete, um Prospero die Macht wieder zu entreißen. Aber auch unter den Schiffbrüchigen selbst brechen Machtkämpfe auf, die nur durch Ariels Eingreifen nicht in einem Blutbad enden.
Die Liebe bringt scheinbar Versöhnung zwischen alle widerstreitenden Parteien. Miranda, Prosperos Tochter, die einst mit ihm auf die Insel verbannt wurde, und Ferdinand, der ebenfalls auf der Insel gestrandete Thronfolger von Neapel, werden auf Prosperos Anweisung hin von Ariel zusammengeführt. Prosperos Inszenierung geht auf wie erwünscht. Miranda und Ferdinand verlieben sich ineinander und stiften eine neue Dynastie, die Prospero die Macht über den Tod hinaus sichern wird. Während Prospero mit den Seinen nach Mailand zurückkehrt, bleiben Caliban und Ariel auf der Insel zurück, allein mit der Freiheit, die so lange ein herrliches Traumbild war.
Regie bei Shakespeares letztem Drama, das die ganze Magie des Theaters beschwört, führt Corinna von Rad.
Die Regisseurin hat sich mit Inszenierungen in Musiktheater und Schauspiel einen Namen gemacht. Neben ihrer Regiearbeit ist Corinna von Rad auch als Dozentin an verschiedenen künstlerischen Hochschulen tätig; zurzeit hat sie eine Professur an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ Berlin im Fach Musiktheaterregie inne.
Der Sturm ist nach Die Grille von Richard Ayres ihre zweite Inszenierung am DNT in der Spielzeit 2008/09
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