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nach der Erzählung von Arthur Schnitzler
Fridolin und Albertine müssen sich gestehen, dass unter der vermeintlich perfekten Oberfläche ihrer Ehe Fantasien und Begierden unerfüllt geblieben sind. Irritiert und zugleich animiert, sind beide versucht, das Versäumte
nachzuholen. Während er zu nächtlichen erotischen Entdeckungen aufbricht, erträumt sie sich die sexuelle Erfüllung mit einer Reisebekanntschaft.
Schnitzlers Text spielt gekonnt mit sexuellen Obsessionen. Und dennoch ist
nicht der Blick in den Abgrund der Triebwelt das Verstörende an der „Traumnovelle“. Es ist vielmehr die Erkenntnis, dass unsere Träume nicht ursachen- und folgenlos sind, sondern die Erkundungsgänge ins Ich womöglich schmerzhaft aufzeigen, wie leicht wir das, was wir lieben, für flüchtige Erregungen aufs Spiel setzen.
Zahlreiche Bühnenbearbeitungen und Stanley Kubricks berühmte Filmversion „Eyes Wide Shut“ zeugen davon, dass Arthur Schnitzlers intime psychologische Analysen und poetischanschauliche Milieuschilderungen ihre Brisanz auch in unserer scheinbar so aufgeklärten Welt bewahrten.
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