Der bürgerliche Bonvivant Anatol soll standesgemäß heiraten, eine für ihn eher lästige Pflicht, und hat am Vortag seinen Junggesellenabschied gefeiert. Seine Geliebte, die aus einfachen Verhältnissen stammende Ilona, liegt noch im Bett, als ihn sein Freund Max aufsucht. Als Anatol Ilona eröffnet, dass er noch am selben Tag eine andere, ehrbare Frau aus seiner Schicht heiraten wird, spitzt sich die Situation zu. Rasend vor Eifersucht bringt Ilona Anatol um. Max, der versucht hatte, in diesem Konflikt zwischen den Beiden zu vermitteln, bleibt mit der Verstörten allein zurück.
Katharina Jing An Gebauer:
"Das Geschehen auf der Bühne wird im Orchester überzeichnet wiedergegeben und ist durchaus mit spätromantischen Elementen durchzogen, die aber durch Klangeffekte und ungewöhnliche Rhythmik gebrochen werden. Die Musik Ilonas, der selbstbewussten Frau, die sich nicht der herrschenden Konvention beugen will, die diese letztendlich nur durch einen Mord durchbrechen kann, ist folgerichtig mit wesentlich mehr dieser Brüche durchzogen, als die Partien der anderen zwei Sänger, die in Schnitzlers Vorlage ja in der Konvention verhaftet sind
Ich habe mir die künstlerische Freiheit erlaubt, den Verlauf der Geschichte zu ändern, dass Anatol nicht, wie in Schnitzlers Theaterstück, zu seiner Hochzeit fährt und Ilona Rache schwört, sondern dass Ilona ihre Rache bereits auf der Bühne ausübt, sprich, ihn vor lauter Eifersucht umbringt. In der Sterbearie, mit Einwürfen von Ilona, besingt Anatol seine ehemaligen Geliebten. Eine Parodie auf die „große Oper“, wobei einem jedoch das Lachen im Hals stecken bleibt."
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