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Oper in vier Akten
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Otello ist das Unmögliche gleich dreifach gelungen: Trotz seiner dunklen Hautfarbe erlangte er Ehre und Ansehen in der venezianischen Gesellschaft, als Herkunftsloser Aufnahme in ihre höchsten Kreise und überdies die Liebe der schönen Patrizierin Desdemona. Sie ist Anker und Angelpunkt seines Lebens. Dass Otello gleichwohl ein Außenseiter bleibt, begreift niemand so gut wie sein Fähnrich Jago. Er spinnt eine Intrige und setzt gekonnt den Hebel bei Otellos Verlustängsten an, bis dieser, überwältigt von Eifersucht, Desdemona erwürgt. In einem großen Decrescendo führt die Oper von den Jubelszenen der Massen am Hafen bis in die Enge von Desdemonas Kammer und zeigt die verzweifelte Isolation der Figuren. Gemeinsam mit dem überragenden Librettisten Arrigo Boito traf Verdi die tiefe Wahrheit des menschlichen Ausdrucks in Shakespeares Tragödie, die der englische Dramatiker einem Aperçu George Bernard Shaws zufolge ohnehin „im Stil der italienischen Oper schrieb“.
Der junge Regisseur Alexander Fahima studierte Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg und inszenierte für das Theater Kiel und am Hamburger St. Pauli Theater. OTELLO ist seine erste Arbeit in Heidelberg.
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