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Oper in vier Teilen (sieben Bildern)
nach dem Drama Nabuchodonosor von Auguste Anicet-Bourgeois und Francis Cornu
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Wie ein Monolith ragt der Gefangenenchor "Va, pensiero" aus diesem Werk heraus. Er ist das Lied des Volkes Israel, das von den Babyloniern ins Zweistromland verschleppt worden ist und das nun an den Ufern des Euphrat sein Leid und seine Hoffnungen besingt. Nabucco, der König der Babylonier, ist erneut in den Krieg gezogen und hat seine Tochter Fenena als Statthalterin eingesetzt. Diese gerät in Konflikt mit Abigaille, die im Glauben aufgewachsen ist, Fenenas leibliche Schwester zu sein, mittlerweile aber erfahren hat, dass sie von einer Sklavin abstammt. Abigaille tritt die Flucht nach vorne an und trachtet Fenena nach dem Leben. Der Machtkampf erhält eine überraschende Wende durch das plötzliche Erscheinen Nabuccos, der sich in einem Moment der Selbstüberhebung zum Gott erklärt und daraufhin mit Wahnsinn geschlagen wird. Es gelingt Abigaille, dem verwirrten König ein Todesurteil für Fenena unterzuschieben, doch im Vorfeld der Hinrichtung erfolgt ein weiteres Eingreifen der göttlichen Mächte: Der Wahnsinn weicht von Nabucco, sodass er das Todesurteil widerrufen kann, kurze Zeit später stürzt das Götzenbild des babylonischen Gottes Baal in sich zusammen. Nabucco huldigt dem Gott der Israeliten und schickt sie als freie Menschen in ihre Heimat zurück.
Ausgehend von den historischen Ereignissen um die Eroberung Palästinas durch den Babylonierkönig Nebukadnezzar (im Italienischen verkürzend Nabucco genannt) im 6. Jahrhundert v. Chr. schuf Verdi ein großes Panorama der Gefühle, auf dem sich die Konflikte der Hauptpersonen vor dem Hintergrund eindringlicher Chorszenen abheben.
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