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Oper in drei Akten
nach Kabale und Liebe von Friedrich Schiller
In italienischer Sprache mit Übertiteln
Frei nach Theodor W. Adorno veranschaulicht ‚Luisa Miller‘, dass es ‚kein richtiges L(i)eben im falschen‘ gibt … Sowohl in Schillers Trauerspiel-Vorlage ‚Kabale und Liebe‘ als auch in Verdis 1849 in Paris für das Teatro San Carlo in Neapel komponierter Oper ist die Liebe zwischen der bürgerlichen Luise und dem Präsidenten- bzw. Grafensohn wegen der Standesunterschiede zum Scheitern verurteilt.
Ort und Personnage hat Cammarano, Verdis erfahrener Librettist, den Gepflogenheiten der neapolitanischen Oper angepasst: Die dreiaktige, jeweils mit Überschriften versehene Handlung (Die Liebe – Die Kabale – Das Gift) wird von einer absolutistisch regierten deutschen Residenzstadt ins dörfliche Tirol verlegt, wo Luisa als Tochter eines ausgedienten Soldaten sich in Rodolfo, den Sohn des Grafen Walter, verliebt. Doch hat sie noch einen weiteren Verehrer: den intriganten Schlossvogt Wurm …
Auch wenn die Gesellschaftskritik aus Schillers Sturm-und-Drang-Drama in Verdis Oper an Schärfe verlor, schmälert das nicht die emanzipatorische Kraft seiner Titelheldin. ‚Luisas grandioser ‚soprano spinto’ und seine zu Utopien sich öffnenden Kantilenen‘ (Leo Karl Gerhartz) erheben sie zur würdigen Vorläuferin von Aida und Desdemona – drei Frauen, die um der Liebe willen den Tod nicht scheuen.
Der deutsch-türkische Regisseur Immo Karaman war zunächst für mehrere Jahre als fester Regieassistent am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier engagiert, wo er u.a. mit Peter Konwitschny und Dietrich Hilsdorf zusammengearbeitet hat. Für sein Regie-Debüt mit Bartóks ‚Herzog Blaubarts Burg‘ erhielt er 2001 den Gelsenkirchener Theaterpreis. Seitdem ist er als freischaffender Regisseur an zahlreichen Theatern in der Schweiz und Deutschland, u.a. an der Berliner Staatsoper Unter den Linden und an der Oper Leipzig tätig.
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