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Die Macht des Schicksals
Oper in vier Akten
nach dem Drama „Don Alvaro o La fuerza del sino“ von Angel de Saavedra y Ramírez de Baquedano Herzog von Rivas
In italienischer Sprache
Diese Oper gehört zu den reichhaltigsten, vielschichtigsten, aber auch zu den meist diskutierten und damit zukunftsweisendsten Werken Verdis: Ohne eine Spur falschen Sentiments bringt der Komponist in „La forza del destino“ eine grausame Welt auf die Bühne, die bestimmt wird
von Krieg, Fremdenfeindlichkeit und Fanatismus. Zwischen Dorfschenke, Schlachtfeld und Klostermauern entfaltet Verdi hier in expressiven Arien und Duetten, ausladenden Chorbildern und weihevollen Kirchenszenen ein kontrastreiches Panorama einer Gesellschaft, in der die Liebe keine Chance auf Verwirklichung hat.
Das müssen die spanische Adlige Leonora und der Ausländer Don Alvaro am eigenen Leib erfahren. Sie können nicht zueinander kommen, weil sie von Leonoras dem Rassenhass verfallenen Bruder Don Carlo verfolgt werden. Verdi und seine Librettisten Francesco Maria Piave und Antonio Ghislanzoni treiben die Spirale der dramatischen Entwicklungen immer weiter voran, wenn die beiden Männer unter falschen Identitäten Freunde werden und schließlich aber doch im Anderen den Todfeind erkennen. Aber selbst in diesem tragisch-schwarzen Kosmos unerbittlicher Feindschaft und Gewalt lässt es sich Verdi nicht nehmen, in seiner Musik immer wieder die Kraft der Utopie einer friedlicheren Welt aufscheinen zu lassen.
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