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Der Troubadour
Drama in vier Teilen
in italienischer Sprache
nach dem Drama »El Trovador« von Antonio García Gutiérrez
konzertante Aufführung
Neben Shakespeare und Schiller galt Verdis besonderes Interesse der spanischen Schauerromantik. Fasziniert von der Neuartigkeit und Bizarrerie des spanischen Dramas schlug er Anfang Januar 1851 seinem Librettisten Salvadore Cammarano das fünfaktige Drama »EL TROVCADOR« von Antonio García Gutiérrez als Sujet für ein weiteres Opernprojekt vor. Es sollte ihre vierte und letzte gemeinsame Arbeit (nach »ALZIRA«, »LA BATTAGLIA DI LEGNANO« und »LUISA MILLER«) werden, da Cammarano noch während der Arbeit an »IL TROVATORE«, am 17. Juli 1852, verstarb. Die endgültige Ausarbeitung des Textes übernahmen Leone Emanuele Bardare und der Komponist selbst, der unter anderem die Partie der LEONORA zur gleichberechtigten Figur neben AZUCENA aufwertete.
Die für die damalige Zeit ungewöhnliche dramaturgische Gesamtstruktur zeigt die Verschränkung einer Liebes- mit einer Rachehandlung, die beide im Tod enden: LEONORA ist zu sterben bereit, um ihren geliebten MANRICO zu retten, Graf luna rächt seine von LEONORA verschmähte Liebe, indem er MANRICO hinrichten lässt. Verdis Interesse galt aber auch und vor allem der leidenschaftlichen Frauenfgur AZUCENA, einer Zigeunerin, die ihren Sohn MANRICO über alles liebt und ihre am Scheiterhaufen verbrannte Mutter rächen will.
Die Uraufführung von »IL TROVATORE« am 19. Januar 1853 am Teatro Apollo in Rom war für Giuseppe Verdi ein triumphaler Erfolg. Trotz der Kritik der Fachwelt am vermeintlich unlogischen Stoff, setzte sich das Werk mit Melodien wie »Ein unnennbares Sehnen durchbebet meine Seele …«, »Einsam steh’ ich, verlassen, kann meine Qual nicht fassen …« oder »All mein Sehnen, all mein Streben geht nach ihr allein …« beim Publikum durch und zählt bis heute zu den populärsten italienischen Opern.
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