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Die Jungfrau von Orléans
Oper in einem Prolog und drei Akten
nach Friedrich Schillers romantischer Tragödie „Die Jungfrau von Orléans“
Konzertante Aufführung in italienischer Sprache
Erstaufführung an den VSB
Von der dramatischen Wucht der Werke Friedrich Schillers fühlten sich Komponisten schon immer magisch angezogen. Da verwundert es nicht, dass mehr als 50 verschiedene Vertonungen all seiner Dramen existieren. Auch Giuseppe Verdi ließ sich von ihnen inspirieren: Vier seiner Opern basieren unmittelbar auf Vorlagen Friedrich Schillers: Giovanna d’Arco (Die Jungfrau von Orléans), I Masnadieri (Die Räuber), Luisa Miller (Kabale und Liebe) und Don Carlo.
In Verdis Giovanna d’Arco glaubt sich die Titelheldin bestimmt, Frankreich von den Engländern zu befreien und schwört dafür der Liebe ab, bis sie dem französischen Thronfolger Carlo begegnet... Ihr Vater misstraut ihr, denunziert sie als Hexe und liefert sie den Engländern aus. Erst im letzten Augenblick erkennt er die göttliche Sendung seiner Tochter und befreit sie. Doch Giovanna stirbt auf dem Schlachtfeld im siegreichen Kampf gegen die Feinde.
Als eine Auftragsarbeit für die Mailänder Scala entstand Giovanna d’Arco in nur einem Monat und wurde dort am 15. Februar 1845 mit großem Erfolg uraufgeführt.
Das Libretto von Temistocle Solera entspricht den Anforderungen der damaligen Opernkonventionen: Während das Drama Schillers noch den Konflikt Johannas zwischen ihrer übernatürlichen Sendung und ihrer menschlichen Natur thematisiert, stehen in der Oper Liebe und Verrat im Vordergrund. Auch das ursprünglich stattliche Handlungspersonal beschränkt sich nun auf drei Haupt- und zwei Nebenrollen. Doch trotz dieser dramaturgischen Mängel gelang es Verdi mit seinen äußerst wirkungsvollen Arien, Duetten und großen Ensembles eine zündende und mitreißende Oper zu komponieren.
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