1
Deutschsprachige Erstaufführung
"Alles verändert sich so schnell.
Dass wir die Veränderung nicht mal als Veränderung erkennen.
So geht dat."
In einer kleinen Gemeinschaft auf dem Lande ist ein Drama geschehen. Die Familie hat ihr dunkles Geheimnis bis zu diesem Tage gehütet. Doch jetzt wollen sie nicht länger schweigen: Bruder, Schwester, Vater und Mutter erzählen dem Publikum jeweils ihre Sicht auf die Vergangenheit. Ihre Stimmen überlagern und unterscheiden sich, wenn sie aus ihren verschiedenen Blickwinkeln auf die finsteren Ereignisse zurückschauen.
Der 1967 im niederländischen Leuwarden geborene Kees Roorda schrieb FINSTERSTIMMEN als eine theatralische Installation, bei der sich das Publikum in Zweiergruppen in verschiedene Räume begibt und dabei den einzelnen Familienmitgliedern begegnet. Die Zuschauer werden dabei mit einer emotional ungeheuer dichten und höchst intimen Situationen konfrontiert.
FINSTERSTIMMEN ein besonderes Theaterereignis bei dem Zuschauer und Figur einander auf neue Weise begegnen.
Mit der deutschsprachigen Erstaufführung von FinsterStimmen des niederländischen Autors Kees Roorda kommt es zu einem ungewöhnlichen theatralischen Projekt auf der Studiobühne des Kieler Schauspielhauses, das das Verhältnis von Zuschauer und Akteur auf ungewöhnliche Weise verändert:
Die Bühne verwandelt sich in ein Haus mit vier Zimmern. Hier wohnt eine friesische Familie. Vor einigen Jahren hat ein dramatisches Ereignis stattgefunden, welches sorgsam vor den neugierigen Augen der Dorfgemeinschaft versteckt werden musste.
Die Zuschauer blicken dabei nicht wie gewohnt von außen auf die Bühne, sondern betreten sie, indem sie in das Haus der Familie gehen. Das Publikum erlebt die Vorstellung jeweils in Zweiergruppen. Nacheinander treffen sie in den unterschiedlichen Räumen auf die Mutter, ihren Sohn, ihre Tochter und ihren Mann. In ganz vertrauter Atmosphäre erzählen die vier Familienmitglieder aus ihrer Erinnerung, wie sie die Geschehnisse damals erlebt haben und wie sie damit umgegangen sind. Sie konfrontieren sich und das Publikum mit ihrem Blick auf das Geheimnis. Aus den jeweiligen Gedankensplittern der einzelnen Erinnerungen setzt sich im Laufe des Abends das Bild eines Familiendramas zusammen, das entschlüsselt werden muss.
Bitte beachten!
Aufgrund des besonderen Charakters des Stücks, der nur eine begrenzte Zuschauerzahl zulässt und um unnötige Wartezeiten zu vermeiden, gibt es zu jeder Vorstellung unterschiedliche Anfangszeiten.
Bitte kommen Sie pünktlich zu der jeweils gebuchten Anfangszeit in das Theaterbistro LogeKiel.
empfehlen