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mit deutscher Übertitelung
Im Mittelpunkt von Giuseppe Verdis Alterswerk, mit dem er sich der musikalischen Komödie zuwandte, stehen die Liebeseskapaden des alternden Ritters Sir John Falstaff, von dem Verdi fast wie über einen Freund schreibt: «Der Schmerbauch ist auf dem Wege, der zur Verrücktheit führt. Es gibt Tage, an denen er sich nicht rührt, schläft oder schlechter Laune ist; zu anderen Malen schreit, läuft und springt er wie der leibhaftige Teufel... Ich lasse ihn ein bisschen sein Mütchen kühlen, aber wenn er so weitermacht, werde ich ihm einen Maulkorb und eine Zwangsjacke anlegen.» Falstaffs leicht resignierendes Fazit, dass alles auf der Welt nur Spass sei («Tutto nel mondo è burla»), ist oft auch als eine Art Vermächtnis Verdis ausgelegt worden, der in seinem letzten Bühnenwerk noch einmal alle Register seines genialen Könnens zog. Und für einmal hat er bei der Komposition – wie Verdi an Ricordi schreibt – «weder an Theater noch an Sänger gedacht. Ich habe ihn zu meinem Vergnügen und für mich geschrieben, und ich glaube, statt in der Scala müsste man ihn in S. Agata aufführen». Das Werk, mit dem Verdi eine Renaissance der musikalischen Komödie um die Wende zum 20. Jahrhundert eingeleitet hat, liegt Chefdirigent Daniele Gatti besonders am Herzen und eröffnet die Reihe der von ihm geleiteten Neuproduktionen an unserem Haus. Regisseur Sven-Eric Bechtolf, der mit Verdis «Otello» gleichsam das tragische Pendant zum «Falstaff» bereits auf unsere Bühne gebracht hat, zeichnet für die szenische Umsetzung verantwortlich. Leo Nucci gestaltet die Titelpartie, Barbara Frittoli, Yvonne Naef und Judith Schmid schieben seinem Treiben als «Weiber von Windsor» einen Riegel vor und weisen zugleich den eifersüchtigen Ford, gesungen von Massimo Cavalletti, in seine Schranken.
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