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Oper
Benjamin Brittens 1960 uraufgeführte Oper „Ein Sommernachtstraum“ steht in einer sehr langen Tradition von musikalischen Auseinandersetzungen mit Shakespeares Komödie. Britten hat nicht ausschließlich die Verwirrung der Verliebten Hermia und Lysander sowie Helena und Demetrius in den Mittelpunkt seines Werks gestellt, sondern auch das Reich der Elfen um deren Königspaar Oberon und Titania samt dem schabernacktreibenden Puck. Im Wald vor Athen treffen Zauber- und Menschenwelt aufeinander, zu der auch noch ein Trupp Handwerker gehört, der ein Theaterstück probt. Dem meistgespielten englischen Opernkomponisten des 20. Jahrhunderts ging es um die musikalische Darstellung des Elfenreiches. Britten begriff dieses Reich als das verlorene Paradies, das die Menschen nur noch im Traum erleben. Liebende und Künstler ziehen sich in den Wald zurück, um hier ihr Glück zu finden. Eine freundliche Natur - das Zauberreich der Elfen - hilft den Menschen, wo sie kann, spielt ihnen jedoch im Übermut auch so manchen Streich. Außerdem erzählt Brittens Musik, ganz im Sinne Shakespeares, von der Macht des Eros und seinen Abgründen.
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