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Botanisches Langzeittheater
Während bis zur dritten Folge Projektinitiator Tobias Rausch zu einer entvölkerten Erde führte, laden wir nun auch immer wieder Gastregisseure ein, das botanische Langzeittheater mit ihren vielfältigen Zukunftsvisionen zu bereichern. In der vierten Folge inszeniert Mirko Borscht (»komA«, »Kristus«) ein postanthropologisches Klimachaos.
Fünfzehn Jahre sind die Menschen nun fort. Und langsam gelten nicht mal mehr unsere Landkarten: Die Flüsse erobern ihre alten Läufe zurück, – ungeachtet unserer Dörfer und Städte. Landstriche, die dem Meer einst mühsam abgerungen wurden, versinken unwiederbringlich in Schlick und Salzwasser. Der Asphalt unserer Straßen ist von jungen Birken geborsten. Wölfe streunen durch verlassene Wohngebiete. Unsere Häuser, die einst Schutz vor Wind und Kälte boten, sind zu bröckelnden Fallen geworden, aus deren gesprungenen Fenstern Brennnesseln wuchern.
So rücksichtslos, wie wir das Klima unseres Planeten verändert haben, rächt es sich nun an unseren verwaisten Hinterlassenschaften.
Schirmherr: Oberbürgermeister Stephan Weil. Mit freundlicher Unterstützung der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün, der Kretschmer GmbH Garten-, Landschafts- & Sportplatzbau und der Dirk Rossmann GmbH. In Kooperation mit der Leibniz Universität Hannover und NDR Hallo Niedersachsen
www.ohneuns.org
Wenn wir so weiter leben wie bisher, werden wir bald verschwinden. In einer rahmensprengenden Langzeitperformance wird dieses Thema in einem Projekt problematisiert, das eine Theaterform mit echten Pflanzen als Darstellern ausprobiert. Die Arbeit blickt voraus in ein post-anthropologisches Zeitalter, in die Zukunft unseres Planeten, wenn die Relikte unserer Zivilisation allmählich zerfallen und Pflanzen den Lebensraum desMenschen zurückerobern. Ein botanisches Theater als Antwort auf die Selbstgefährdungsversuche des Menschen. »Die Welt ohne uns« ist eine Inszenierung, die sich auf den Rhythmus ihrer Hauptfiguren einstellt und sich daher über fünf Jahre erstreckt, in denen die zukünftige Entwicklung einer Welt ohne uns in 1.000.000 Jahren erzählt wird. Jeder Akt steht unter einem anderen Themenschwerpunkt, der einen Aspekt des Lebens der beobachteten Pflanzen fokussiert.
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