Ariane

Premiere (Reihe)

Datum:
10.12.2009, 16.40 Uhr 
Institution:

Luzerner Theater
Location:
Luzerner Theater
Ort:
Luzern
 (Luzern)
, Schweiz
Hauptevent:
L'Heure espagnole / Ariane

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Beschreibung Kritik schreiben Produktionsteam Mitwirkende

Beschreibung

Oper in einem Akt

nach dem Drama «Le Voyage de Thésée» von Georges Neveux

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Das Phänomen der Liebe steht im Mittelpunkt der beiden Operneinakter «L'Heure espagnole» von Maurice Ravel und «Ariane» von Bohuslav Martinů – allerdings könnte die Perspektive der beiden Zeitgenossen darauf nicht unterschiedlicher sein: Martinů verleiht der auf Motive aus der griechischen Mythologie zurückgehenden Begegnung zweier Menschen und deren Gefühlen füreinander eine psychoanalytisch vertiefte, existenzielle Bedeutung. Ravel hingegen reduziert den Mythos Liebe mit reichlich Augenzwinkern auf eine gut funktionierende Triebbefriedigung, die ähnlich mechanischen Gesetzen unterliegt wie ein Uhrwerk.

Concepción, die ebenso attraktive wie frivole Frau des Uhrmachers Torquemada, nutzt die geschäftlichen Verpflichtungen ihres Mannes zu heimlichen Treffen mit ihrem Geliebten Gonzalve. Just in einem jener Momente stört ein unerwarteter Kunde, der Nebenbuhler muss sich in einer Standuhr verstecken, doch weitere Käufer erscheinen. Bald entsteht ein reger Verkehr mit verschiedentlich beladenen Standuhren raus aus dem Laden rein ins Schlafzimmer und zurück …

Theseus kommt als Fremder in die Stadt Knossos, um dort mit dem Minotauros, einem mysteriösen Ungeheuer, zu kämpfen. Er begegnet Ariadne, die ihm ihre Liebe zu dem Minotauros gesteht. Ihr Flehen, nicht den Kampf mit dem Minotauros zu wagen, enthüllt Theseus jedoch, dass seine Liebe zu Ariadne erwidert wird. Als es zu einem weiteren Menschenopfer kommt, stellt sich Theseus dem unbekannten Monstrum – und begegnet seinem zweiten Ich …

Ravel bezieht sich mit seiner musikalischen Komödie auf Formen des französischen Théâtre de la foire und der italienischen Commedia dell'arte. Als eine Wiederbelebung der Opera buffa mit neuen Mitteln bezeichnete er folgerichtig seine 1911 entstandene Farce, die Sentimentalität keineswegs ausschliesst, immer wieder aber auch mit Parodieelementen und dem Verweis auf das Artifizielle des Dargestellten Distanz schafft. Auch Martinů reflektiert mit seinem 50 Jahre später uraufgeführten, surrealistischen Einakter frühe Formen der Oper. Stärker als bei Ravel steht seine Musik dem Neoklassizismus nahe, doch verraten die aufgeraute Harmonik und die rhythmische Verve die ganz eigene Tonsprache des Komponisten.

Übrigens: Bohuslav Martinů schrieb die Titelpartie seines Einakters «Ariane» für Maria Callas, die zu jener Zeit (1958) auf dem Gipfel ihrer Popularität stand – und sich nicht im Mindesten für das Werk interessierte.

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Produktionsteam

Komponist
Musikalische Leitung
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Bühne
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Chorleitung
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Mitwirkende

Ariane
Der alte Mann
Theseus
Buron
Der Wächter
Minotauros

Webseite

Event-URL: www.luzerner-theater.ch/spielplan/spielz ...  (06.02.2010)
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